Österreich: Grossglockner 3.798m

Bestiegen am 08.06.2008 mit Mischa und Wolfgang

über Stüdlgrat

 

47° 5' N; 12° 41' E

Auf dem Grossglockner

Im Juni 2008 beschlossen Mischa, Wolfgang und ich die Besteigung des Grossglockner über den Stüdlgrat.

Die Hütten waren noch zu, der Grat hatte winterliche Bedingungen, so rechneten wir mit wenig Leuten und einer Tour ohne viel Hektik.

Wir stiegen auf zum Winterraum der Stüdlhütte, heizten ein, holten Wasser und bereiteten unser Abendessen. Eine polnische Gruppe kam fix und fertig am frühen Abend in die Hütte. Wie selbstverständlich nahmen sie unser warmes Wasser und als der von uns geholte vorher gefüllte Kanister leer war, hielt der Wortführer der Gruppe mir diesen hin und meinte: holll Waasser...

Grundsätzlich bin ich ein sehr friedfertiger Mensch, allerdings wenn ich mit meinen rund 100 Kilogramm mal in Fahrt bin...Mischa und Wolfgang schafften es aber mich zu beruhigen und die Polen zogen los um, an der ein paar hundert Meter entfernten Wasserstelle, Wasser zu holen. Am nächsten morgen waren die Polen und unser für uns vorbereiteter Marschtee schon Richtung Stüdlgrat unterwegs. Ich war sauer.

Auf dem Weg zum Einstieg überholten wir die polnische Gruppe, welche ausrüstungsmässig und von der Organisation her, eher chaotisch wirkte. Am Einstieg richteten wir unsere Ausrüstung, seilten an und ich kletterte los. Beim Nachholen meiner beiden Mitstreiter kamen dann auch unsere Polen an. Seilten an, der Vorsteiger machte einen einzigen Klimmzug, schnaufte und befand das die Route zu schwierig ist, man kehrte wortlos um und stieg wieder ab ?!

 

Wir hatten den Grat komplett für uns, zum Teil war es schwierig die Fixpunkte zu finden, da noch viel Schnee im Grat war. Grundsätzlich war es aber purer Genuss!

Im Abstieg vom Gipfel kamen uns am Glocknerleitl, dem Übergang zum Klein Glockner, andere polnische Alpinisten entgegen. Neben einem riesigen Sicherungsring stehend, sicherte der Vorsteiger, frei stehend, über Körpersicherung!!! eine komplette Gruppe nach, ich wollte einfach nur schnell hier weg...

 

Der Abstieg gestaltete sich sehr anstrengend und lang.

Alles in allem aber eine tolle Tour mit einigen Punkten auf die ich gern verzichtet hätte.

 

Matthias Fieles

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Mit Mischa am Eiger

 

 

 

Vielen Dank an alle Unterstützer, Freunde, Tourenbegleiter, meine Familie, meine Kinder und vor allem an meine Partnerin Edith. Mir ist bewusst das es nicht einfach mit mir ist, deshalb Danke für Eure Geduld und Liebe.